Landesbühnentage





Vergangene Termine


29.03.2019 - 10:30 Uhr

Am Hafen mit Vogel

Von Anah Filou

Nanina berichtet nach den Sommerferien: „Also, ich bin diesen Sommer zum ersten Mal geflogen.“ Doch, wie genau geht fliegen? Braucht man wirklich ein schweres Pass-Papier um flugfähig zu sein? Und vor allem, wer ist diese Dodo, die sie am Flughafen kennen gelernt hat und die von sich selber sagt: „Ich bin Kosmopolitin“. Was ist das überhaupt?


29.03.2019 - 20:00 Uhr

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs

Doppelmonolog von Milo Rau

Zwei Frauen berichten vom Grauen der Welt: Die eine ist Genozid-Überlebende aus dem Kongo. 1996 wird sie von einer deutschen Familie adoptiert. Die andere wird 1994 von einer NGO in den Kongo entsandt und erlebt dort die Schrecken des Völkermords im benachbarten Ruanda und seine Folgen. 2018 blickt sie zurück und erkennt ihre Verstrickung in die erlebten Verbrechen.


29.03.2019 - 20:00 Uhr

Amerika

Von Franz Kafka

Karl Roßmann, ein 17-jähriger Deutscher, kommt auf einem großen Passagierschiff im Hafen von New York an. In seiner Heimat wurde er von einem Dienstmädchen verführt. Sie hat von ihm ein Kind bekommen. Um den Vorfall zu vertuschen, haben die Eltern ihren Sohn nach Amerika verschickt. Karls Odyssee durch das fremde Land beginnt.
Auch in seinem Romanfragment Amerika verhandelt Franz Kafka die Themen, die exemplarisch sind für sein Schreiben: Isolation und Fremdheit, Konflikte mit Vaterfiguren, Scheitern und das Gefühl des Ausgeliefertseins an anonyme Mächte.


29.03.2019 - 20:00 Uhr

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Schauspiel von Bertolt Brecht

Rezession und Reformstau lähmen das Land. Viele Unternehmen stehen vor dem Aus. Doch die Regierung lehnt Finanzspritzen zur Ankurbelung der Wirtschaft ab. Gerüchte von einem Korruptionsskandal und dubiosen Geldgeschäften, in die der Regierungschef verwickelt sein soll, dringen an die Öffentlichkeit. Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss nimmt die Arbeit auf. Überraschend ergreift der Gangster Arturo Ui die Partei des angeschlagenen Staatsoberhaupts. Im Zuge der Ermittlungen des Ausschusses werden zwei Zeugen ermordet und mangels weiterer Beweise die Untersuchungen schließlich eingestellt. Der Regierungschef reicht seinem Retter die Hand. So legitimiert, garantiert Ui den Unternehmern gegen ein Schutzgeld immerwährende Sicherheit und den Weg aus der Krise. Als ein Brandanschlag die Dockanlagen der Stadt in Schutt und Asche legt, schwört Arturo Rache. Und er hält Wort… 1941 schrieb Brecht diesen Politthriller über Korruption und kriminelle Verquickungen von Wirtschaft, Politik und Medien.


29.03.2019 - 22:30 Uhr

DJ Pudding

Feiern Sie mit den Landesbühnen

30.03.2019 - 16:00 Uhr

Die Biene im Kopf

Von Roland Schimmelpfennig

Nächstes Level: Zuhause. »Mama, ich habe Hunger.« Stille. Erst wenn sie »Ravioli« ruft, hast du es geschafft. Du nimmst die Dose aus dem Schrank und stellst sie in die Mikrowelle. Nein! Bloß nicht in die Mikrowelle! Dann explodiert die Küche! Achso. Der Fernseher läuft. Deine Eltern sitzen davor. »Die Biene im Kopf« erzählt den Alltag eines Kindes aus schwierigen Verhältnissen, das über die Flucht in eine computerspielähnliche Fantasiewelt versucht, die tägliche Tristesse hinter sich zu lassen.


30.03.2019 - 20:00 Uhr

Richard III. – Bin durch Sümpfe gewatet, menschliche oder nicht

Schauspiel von Peter Vehelst nach William Shakespeare

Richard III. aus dem Hause Plantagenet war ein Schurke. Einer der größten, zumindest in der Literatur. Ein Machtmensch, ein skrupelloser Betrüger, ein Kindermörder, ein Vergewaltiger und nicht zuletzt auch ein Feigling. Darin ist sich die Welt einig.
Zu diesem Ruf verholfen hat ihm unter anderem William Shakespeare, der ein Bild Richards schuf, wie wir es in der Literatur und im Theater lieben: ein Bild des Bösen schlechthin. Dabei war der historische Richard nur zwei Jahre König, wohl recht zart und hatte angeblich Humor.


30.03.2019 - 20:00 Uhr

Indianer

Schauspiel von Tore Renberg

Geburtstagsfeier im Hause Brede: Daniel, der Sohn von Henriette und Carl Henrik wird neun Jahre alt. Während der Junge bei den Nachbarn Fußball spielt, bereitet Mutter Henriette im Garten hingebungsvoll die Feier vor. Dabei wird sie von ihrem Schwager Johs, seiner Freundin Irene und der Haushälterin Mabel tatkräftig unterstützt. Nur Vater Carl Henrik betrachtet die Aufregung um den Freudentag mit einiger Skepsis. Schon bald wird deutlich, dass die Pläne von einem unausgesprochenen Ereignis überschattet sind …


30.03.2019 - 22:30 Uhr

DJane Ricarda

Feiern Sie mit den Landesbühnen

30.03.2019 - 20:00 Uhr

Der Chinese

Komödiantisches Schauspiel von Benjamin Lauterbach

Die Zukunft: In Deutschland herrscht Öko-Wohlstand für alle, die verhasste EU gibt es nicht mehr. China dagegen ist wirtschaftlich und politisch am Ende: Ausgewählte Chinesen werden daher in deutsche Familien eingeladen um deren vorbildlich-harmonische Lebensweise zu adaptieren. Herr Ting analysiert Erfinder Alexander und dessen Ehefrau Gwendolyn. Die mitgebrachten chinesischen Plastikspielsachen jedoch berauschen die Kinder und bringen damit das Familienidyll gefährlich ins Wanken. Dann beginnt auch noch der mit Smartphone und Aufputschmitteln ausgestattete Ting sich für Alexanders Erfindungen zu interessieren. Ist er womöglich ein Spion der chinesischen Regierung? Warum fangen die Kinder plötzlich an zu revoltieren? Und wie wird man diesen chinesischen Störenfried wieder los? Benjamin Lauterbach entwirft ein irrwitziges Szenario eines vorstellbaren, zukünftigen Deutschlands, eine dystopische Groteske über den möglichen Erfolg rechtspopulistischer und isolationistischer Strömungen.


31.03.2019 - 11:00 Uhr

Der Landesbühnentage Abschluss-Brunch



31.03.2019 - 12:00 Uhr

Das Elend mit der Theaterkritik

Die Kulturberichterstattung in den Lokalzeitungen

Demokratie vor Ort zu fördern heißt Meinungsvielfalt zu stärken. In diesem Kontext haben die Lokalmedien eine bedeutende Rolle. In unserer Matinee blicken wir auf die Kulturredaktionen in den kleinen Städten der Bundesrepublik. Wie arbeiten die immer kleiner werdenden Redaktionen in der Fläche? Und: Wer liest die überhaupt noch? Wie kann es heute gelingen, eine gute Lokalzeitung zu betreiben, die in ihrer Kulturberichterstattung vielfältig informiert, objektiv aufklärt und Diskussionen befördert? Darüber spricht Nikos Andreadis mit Elisabeth Maier, Kulturredakteurin der Esslinger Zeitung und Harald Müller, Journalist und Herausgeber des Fachmagazins „Theater der Zeit“.


31.03.2019 - 16:00 Uhr

Die kleine Meerjungfrau

Märchenballett von Can Arslan nach dem gleichnamigen Märchen von H. C. Andersen

Die anmutigste der sechs Töchter des Meerkönigs sehnt sich nach der Menschenwelt. Sie verliebt sich in einen schönen Prinzen, dem sie bei einem Schiffbruch das Leben rettet. Nun hofft sie auf dessen Zuneigung, um so eine unsterbliche Seele wie die Menschen zu erlangen. Sie lässt ihre bisherige Identität hinter sich, opfert den Fischschwanz, um ein Mädchen mit Beinen zu sein. Doch der Prinz hält die Tochter des Nachbarkönigs für seine Retterin und heiratet diese. Ist damit der Untergang der kleinen Meerjungfrau, die alles riskierte, besiegelt?


31.03.2019 - 18:00 Uhr

Tango!

Ballettabend mit Choreographien von Barbara Buser und dem Ensemble

Kaum eine Musik hat auf die Zuhörer (und auf die Tänzer!) eine so sinnliche Wirkung wie der Tango. Die „Habanera“ aus CARMEN ist ein berühmtes Beispiel für die verführerische und gleichzeitig spannungsgeladene Kraft dieser Musik. Doch es gibt nicht nur den erotischen Aspekt beim Tango (Papst Pius X. bezeichnete den Tango als „sündhaft“), sondern er steht auch für die Einsamkeit und existentielle Not in den südamerikanischen Großstädten, in denen das soziale Elend arbeitsloser Landarbeiter und Millionen von Einwanderern aus aller Herren Länder und den verschiedensten Kulturkreisen zwischen 1850 und 1930 immer größer wurde. In dieser Zeit entstand der Tango, der musikalische Einflüsse aus der ganzen Welt in sich vereint.

Seitdem wird der Tango in den Hafenvierteln von Buenos Aires wie in den Salons und Bars von Paris gespielt. Ballettdirektorin Barbara Buser und die Compagnie des Theaters Hof werden ganz sicher einen aufregenden Abend zusammenstellen, auf den das Publikum gespannt sein darf!


31.03.2019 - 18:00 Uhr

All das Schöne

Von Duncan Macmillan

Wie reagiert man als Kind auf den Selbstmordversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit alldem, was an der Welt schön ist: 1. Eiscreme, 2. Wasserschlachten, 3. länger aufbleiben dürfen. Man hofft, dass sie die Liste wirklich liest (und nicht bloß die Rechtschreibfehler korrigiert), dass ihre Depression aufhört und das Leben weitergeht. Tut es auch. Aber nicht alles wird automatisch gut. Immer wieder lauert da eine seltsame Traurigkeit, gibt es Abstürze und Verletzungen. Nur die Liste ist in den Jahren gewachsen.






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