STADT.LAND.IM FLUSS. / THEATERWERKSTATT

THEATERWERKSTATT SCHWÄBISCHE ALB

STADT. LAND. IM FLUSS. ist der Titel einer neuen Kooperation zwischen dem Landestheater Tübingen und dem Theater Lindenhof Melchingen. Neben gemeinsamen Vorhaben sind auch zwei voneinander unabhänige Projektlinien geplant, die beide Theater eigenständig umsetzen: Während sich der Lindenhof auf den Standort Melchingen konzentriert, ist das LTT mit der THEATERWERKSTATT SCHWÄBISCHE ALB in verschiedenen Gemeinden unterwegs.


Mehr Infos, Fotos und Einblicke ins aktuelle Projekt auf dem Blog albkulturen.wordpress.com


THEATERWERKSTATT SCHWÄBISCHE ALB am LTT

 

Als Landestheater bespielt das LTT regelmäßig Gastspielorte im ländlichen Raum. Mit der THEATERWERKSTATT probieren wir nun etwas ganz Neues aus:

Wir initiieren gemeinsame Projekte von Künstlern mit Kultureinrichtungen, Schulen, Vereinen und Bürger*innen  - direkt vor Ort auf der Schwäbischen Alb. Dazu bringen wir Künstler*innen mit interessierten Menschen aus der jeweiligen Gemeinde zusammen. Am Anfang steht also kein fertiges Konzept, sondern ein Kennenlernen. Bei der Entwicklung und Umsetzung des Projekts spielen die Besonderheiten und die Geschichte(n) des Ortes und die Ideen der beteiligten Akteure eine große Rolle. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Prozess; das Ergebnis ist offen und kann eine Theateraufführung, eine Ausstellung, ein Film oder etwas ganz anderes sein.

 

ÜBER DIE DÖRFER - alb: hören
Seit April ist das Unternehmen VOLKSBAUSTELLE (der Dramaturg Tilman Neuffer und der Bildende Künstler Hans HS Winkler) in verschiedenen Orten auf der Alb unterwegs, um sich auf die Suche nach Geschichten zu machen. "ÜBER DIE DÖRFER - alb: hören" reaktiviert die Kulturform des Geschichtenerzählens und bringt sie mit Museen und ihren Erinnerungsspeichern in Kontakt. Ausgangspunkt der Recherche waren 15 (Heimat-)Museen, von denen drei zu Kooperationspartnern wurden: das Stadtmuseum Münsingen sowie die Heimatmuseen in Jungingen (Killertal) und Meßstetten-Hossingen. In allen drei Orten haben die Künstler viele verschiedene Menschen getroffen und zahlreiche Gespräche geführt. Die gesammelten O-Töne werden nun in Form von Hörskulpturen, die aus ehemaligen Telefonzellen entstanden sind, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Oktober 2017 stellen die beiden Künstler bei drei öffentlichen Präsentationen die fertigen Hörskulpturen vor:

6. Oktober um 11 Uhr, Münsingen, Rathausplatz
7. Oktober um 15 Uhr, Meßstetten-Hossingen, Heimatmuseum
8. Oktober um 14 Uhr, Jungingen im Killertal, Heimatmuseum

 

 

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

 

(IM VERSCHWINDEN ERSCHEINT ES) in Engstingen
Micha Kranixfeld, Susanne Schuster und Felix Worpenberg waren von März bis Juli 2017 in der Gemeinde Engstingen zu Gast. Unter dem Motto „(im Verschwinden erscheint es)“ betrieben sie gemeinsam mit den Bewohner*innen künstlerische (Raum-)Forschung, um populäre Annahmen über den Strukturwandel im ländlichen Raum in Frage zu stellen  und spekulatives Wissen über Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft des Ortes zu produzieren. In Kooperation mit der örtlichen Jugendhaus, Schulen, Vereinen und vielen Engstinger*innen entstanden mehrere Teilprojekte, darunter eine Marionettentheateraufführung, ein Musikvideo für eine lokale Band und die inszenierte Ortserkundung #ciaoamore, bei der Besucher*innen per SMS durch die Gemeinde geführt wurden.

Der Höhepunkt des Projekts war die Schlosshofhockete im Juli, bei der die drei das (aus gespendetem Holz gebaute) neue Engstinger Schloss präsentierten, Bewohner*innen beider Ortsteile zum Schlossduell zwischen Klein- und Großengstingen einluden und in einer Ausstellung Ergebnisse ihrer Projektarbeit vorstellten.

Ausgehend von der Frage, welche Gegenstände in 25 Jahren verschwunden sein oder keine Rolle mehr spielen werden, hatte das Künstler*innenteam zusammen mit vielen Engstinger*innen eine Zeitkapsel befüllt, die mit einer feierlichen Zeremonie an ihren Bestimmungsort gebracht wurde. Bis 2042 soll sie nun im Engstinger Kirchturm verwahrt werden; (spätestens) dann wollen die Künstler zurückkehren und ihr Projekt fortsetzen.

 

PROJEKTAUTORIN MAJA DAS GUPTA

Dreimal vier Wochen war die Autorin Maja Das Gupta in der Spielzeit 16/17 unterwegs, um "Albkulturen" zu erforschen, Schreibworkshops für Jugendliche durchzuführen und die THEATERWERKSTATT-Projekte schreibend zu begleiten. Ihre Eindrücke teilte sie regelmäßig auf unserem Blog. Im November kehrt sie noch einmal auf die Alb zurück: Am 13.11. um 19:30 Uhr liest sie in einem Albstädter Wohnzimmer Texte, die während ihrer Aufenthalte in der Region entstanden sind. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Literaturtagen Albstadt statt, Karten sind in der Stadtbücherei Ebingen erhältlich.

 

PARADIESISCHE ZEITEN in Winterlingen

Ein junges Künstlerteam um Jeffrey Döring hat sich in Winterlingen einquartiert und dort unter dem Titel "Paradiesische Zeiten" mehrere kleine Kunst- und Begegnungsformate umgesetzt. Die Künstler*innen recherchierten zu den Themen "Migration" und "Heimat" und luden alle Interessierten ein, sich zu beteiligen. Außerdem haben sie ein leerstehendes Ladenlokal im Ortskern umgestaltet: Im EDEN fanden wöchentlich Kinoabende und lockere Treffs statt. Das Projekt mündete in eine Abschlussinszenierung, die Mitte März Premiere feierte:

„Schule der Sehnsüchte“ – Ein Winterlinger Stationentheater

Aus der Winterlinger Begegnungsstätte wurde wieder ein Schulhaus und zwar ein ganz besonderes: Neue und alteingesessene Gemeindemitglieder wurden zu Akteur*innen ihrer eigenen Geschichten. Das Publikum wandelte wie eine Schulklasse durch die Räume und begegnete Erzählungen von Flucht, Ankommen und der Suche nach einem neuen Gefühl von Heimat.
Premiere 9. März 2017 um 19 Uhr
Weitere Vorstellungen 11. März 2017 um 19 Uhr & 12. März 2017 um 18 Uhr
Ort Begegnungsstätte, Gerhardstraße 11, 72474 Winterlingen

 

   

Fotos: David Klumpp

 

VIDEO-HIKE WINTERLINGEN

Zusammen mit über 150 Beteiligten aus Winterlingen und Umgebung hat der Autor und Regisseur Tobias Rausch die Smartphone-App Video-Hike Winterlingen entwickelt. Der Video-Hike ist eine ganz besondere Wanderung, ein digitales Kunstprojekt, das Orte, Menschen und ihre Geschichten sinnlich und informativ erlebbar macht. Seit dem 9. Oktober 2016 ist die App kostenlos erhältlich. Mehr Infos hier.

 

    

 


INFOS und KONTAKT

 


Foto: David Klumpp


Blog: albkulturen.wordpress.com

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Künstlerische Leitung
Kerstin Grübmeyer
07071 / 15 92 25
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Künstlerische Produktionsleitung

Franziska Weber
07071 / 15 92 79
Mail

 

 

Die THEATERWERKSTATT SCHWÄBISCHE ALB ist ein Teilprojekt der Kooperation STADT. LAND. IM FLUSS. des LTT mit dem Theater Lindenhof. Sie umfasst Einzelprojekte, gemeinsame Projekte und einen Gastspiel- und Ideenaustausch – mit zwei gemeinsamen Zielen: Die Weiterentwicklung unserer Institutionen und die Stärkung der Kultur im ländlichen Raum, insbesondere auf der Schwäbischen Alb.

 

STADT. LAND. IM FLUSS. wird im Rahmen des Projekts „Lernende Kulturregion Schwäbische Alb“ gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

 

 

      

 






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