Sonderveranstaltung: Inge Auerbacher: „Ich bin ein Stern“


Erinnerungen eines Kindes, das den Holocaust überlebt hat

Dr. h.c. Inge Auerbacher wurde am 31. Dezember 1934 als letztes jüdisches Kind in Kippenheim geboren. Sie erlebte die Reichpogromnacht 1938 als dreijähriges Mädchen; ihr Vater und ihr Großvater wurden ins KZ Dachau deportiert, sie selbst wurde 1942 ins KZ nach Theresienstadt gebracht. Am 8. Mai 1945 wurde das Lager von der Roten Armee befreit und – wie durch ein Wunder – hatten Inge und ihre Eltern den Holocaust überlebt, während 20 Mitglieder ihrer Familie von den Nazis ermordet wurden.
Nun ist Inge Auerbacher am kommenden Samstag (29.9.) zu Gast im LTT und erzählt. Die Erinnerung an das schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit wach zu halten und so für Toleranz, Mitmenschlichkeit und Versöhnung einzutreten, ist für Inge Auerbacher ein Auftrag zur Verantwortung. Moderiert wird der Nachmittag von Nikos Andreadis. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Friedrich Naumann Stiftung beginnt um 16 Uhr, der Eintritt ist frei. Infos unter landestheater-tuebingen.de

Inge Auerbacher, Samstag, 29. September 2018 um 16 Uhr – LTT-Saal
Eintritt frei!

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Premierenwochenende am 28. und 29. September


Der Premierenreigen zum Saisonstart geht weiter. Nach Max Frischs „Andorra“ und dem vergnüglich wunderbaren Kindergarten-Stück „Der schaurige Schusch“ folgt im Großen Saal Ariane Mnouchkines „Die letzte Karawanserei. Oberspielleiter Christoph Roos inszeniert. Ariane Mnouchkine, Leiterin des legendären Théâtre du Soleil bei Paris, hat von 2001 bis 2003 mehr als 400 Interviews mit Geflüchteten und Asylsuchenden geführt. Daraus entstand eine Sammlung von Szenen, die diesen Menschen Gesichter und ihren Geschichten einen Raum gibt. „Die letzte Karawanserei“ handelt so von Würde und Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens. 2017 erhielt Ariane Mnouchkine den Goethepreis für ihr Lebenswerk. (Premiere: 28. September)

Einen Tag später kommt Die Antigone des Sophoklesauf die Bühne. Juliane Kann hat sich der Hölderlinschen Übertragung und von Bertolt Brecht bearbeiteten Fassung angenommen. In Brechts Version kämpft die Protagonistin nicht mehr gegen ein übermächtiges Schicksal, sondern gegen den Irrsinn des Ausnahmezustands, der zur Regel zu werden droht. Juliane Kann stellt sich mit ihrer Inszenierung erstmalig dem Tübinger Publikum vor. (Premiere: 29. September)

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