Unser Start in die neue Spielzeit


14.09.2021

Die Überschrift zur Spielzeit 2021/22 könnte lauten: „Neuanfang“. Wir haben unsere künstlerische Spitze ergänzt mit Dominik Günther als Oberspielleiter und Adrian Herrmann als Chefdramaturgen. Beide werden das LTT künstlerisch mit frischen Impulsen versehen. Gemeinsam möchten wir in eine Zeit nach Corona starten. Inhaltlich rückt der Spielplan näher an die unmittelbare Gegenwart heran. Dies zeigt auch unser Auftakt: „Die Stadt der Blinden“ nach dem Roman des Literaturnobelpreisträgers José Saramago macht sich vor dem Hintergrund einer Epidemie „in eindringlichen Bildern“ Gedanken über gesellschaftliche und ethische Verpflichtungen, so Regisseur Dominik Günther. (Premiere: 30.9.)

 

„(R)Evolution. Eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert“ von Yael Ronen und Dimitrij Schaad in der Inszenierung von Thorsten Weckherlin denkt satirisch-vergnüglich moderne Entwicklungslinien von intelligenten Maschinen und genetisch optimierten Menschen konsequent zu Ende. Es ist bereits der zweite Text am Haus von Yael Ronen, der, wie der Spiegel schreibt, „lustigsten Frau des deutschsprachigen Theaters“. (Premiere: 1.10.)

 
Kommen wir also gemeinsam, gut und geimpft in die neue Saison. Und bevor die Premieren über die Bühne gehen, gibt es bei uns das traditionelle Theaterfest zum Spielzeitstart am 18. September. Beim Theaterfest wird auch das Impfmobil des DRK zu Gast sein, in dem Sie sich, bei Bedarf, ohne Anmeldung mit Biontech oder Johnson & Johnson impfen lassen können. Wir freuen uns, bei der Kampagne "Dran bleiben BW" beteiligen können.

 


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Informationen zum Vorstellungsbesuch


14.09.2021

Nach wie vor steht Ihre Sicherheit während des Vorstellungsbesuchs im LTT ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Einen Überblick über die aktuellen Modalitäten zum Vorstellungsbesuch finden Sie hier.

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Theaterferien


11.08.2021

Nach einer turbulenten Spielzeit macht auch das LTT Sommerferien. Die Theaterkasse ist ab dem 7. September zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder für Sie da. Während der Ferien können Sie selbstverständlich jederzeit Tickets in unserem Online-Shop erwerben.

 

Wir wünschen Ihnen schöne Sommerwochen und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen am 18. September bei unserem großen Theaterfest die neue Spielzeit einzuläuten.

 

Ihr LTT

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Impfpflicht im Theater?


09.08.2021

In den sozialen Medien kursiert aktuell gerne folgende Comic-Zeichnung: Es zeigt einen Jungen und seine Mutter. Der Junge fragt: „Was ist das an deinem Arm?“, „die Narbe meiner Pockenimpfung“, antwortet die Mutter. „Warum“, fragt der Junge, „habe ich keine?“. Die Antwort der Mutter kommt knapp und präzise: „Weil sie funktioniert hat“.

 

Dieser kleine Gag, der für eine Anti-CoVid-19 Impfung wirbt, hat einen größeren Hintergrund: Es herrschte lange Jahre eine Impfpflicht – was ein Wort – gegen Pocken. Heute gelten diese als besiegt. Dank der standardisierten Impfung. Wir müssen uns in unserem Alltag keine Gedanken mehr darüber machen, wie und ob sie übertragen werden. Niemals wieder wird ein Theater, eine Sporthalle oder eine Schule wegen Pocken geschlossen.

Seit eineinhalb Jahren passiert durch Corona aber eben das: Wir riegeln uns gesellschaftlich ab, wir sperren uns und andere ein, wir halten Distanz und verlieren den Bezug zum gesellschaftlichen Leben. Ein Theater ist aber ein Ort für eben dieses und wo dieses verhandelt wird – auf der Bühne aber auch, hoffentlich, davor und danach unter den Zuschauerinnen und Zuschauern. Und die Häuser tun viel dafür, dass dies aktuell möglich ist: Corona-Krisenstäbe, Sicherheitskonzepte, immer neue Verordnungen wälzen und interpretieren, Zuschauerabstände vermessen, Ticketing-Systeme anpassen, CO2-Messungen vornehmen, Lüftungen installieren und das Ganze ans Publikum vermitteln. Und das alles mit der gleichen und dünnen Personaldecke wie immer und vor dem drohenden Hintergrund, dass nach der Pandemie das Spardiktat zuschlägt (wie schon z.B. in München passiert).

 

Dennoch, oder gerade deswegen ist an den meisten Theatern allen daran gelegen, wieder die Kunst in den Mittelpunkt zu rücken. Kunst, die auch von körperlicher Nähe und Co-Präsenz, vom Erfahren und Wahrnehmen des Gegenübers lebt. Seit wenigen Wochen erlauben die gesetzliche Unfallversicherung und deren Träger, die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), dass die Schauspielerinnen und Schauspieler, die freiwillig ihre vollständige Impfung offenlegen, wieder gemeinsam ohne Abstände und Masken proben und spielen dürfen. Oder anders ausgedrückt: Wieder ihrem Beruf in vollem Umfang nachgehen können. Die allermeisten, auch am LTT, wollen nichts sehnlicher als das und kommen diesem Angebot sehr bereitwillig nach. 

 

Dass Ähnliches für die Zuschauerinnen und Zuschauer noch nicht gilt, dass Masken und Abstände das Erleben einschränken, darf kein Dauerzustand werden. Wir dürfen uns nicht an eine Gesellschaft der Distanz und der Monadisierung gewöhnen. Wir müssen diese Maßnahmen als Einschränkung gewisser Grundrechte wahrnehmen und so lange als nötig mittragen. Doch wann und wo endet diese Notwendigkeit, und ab wann wird daraus Nötigung?

 

Die Schauspielerinnen und Schauspieler auf einer Bühne brauchen den Kontakt zum Publikum und dieses geht ins Theater, auch um eine gemeinschaftliche Erfahrung zu machen. Diese Rechte und Anliegen wieder einzusetzen, kann ein kleiner Pieks enorm beschleunigen. Wer dies nicht möchte, muss seine oder ihre Gründe nicht offenbaren. Sie oder er kann aber nicht dauerhaft verlangen, dass diese alle anderen in ihren verbrieften Grundrechten einschränken. Oder anders ausgedrückt: Wer nicht für das verbindliche Impfen ist, kann nicht den Ausnahmezustand der Rücksichtnahme fordern. Und anders als gerne behauptet, geht es dabei auch nicht um eine Gesinnungsprüfung der Kunst oder der Künstlerinnen und Künstler. Sondern darum, die freie Entfaltung der Kunst nach eineinhalb Jahren wieder zu befördern.

 

Auch wenn es hochtrabend klingt: Wir handeln hier gerade – ob wir wollen oder nicht – Gesellschaft neu und weiter aus. Die Pandemie wirkt dabei als Katalysator. So wie die Pockenimpfung aber nicht die Gesundheitsdiktatur ins Leben rief – das tut im Kapitalismus immer noch der privatisierte Gesundheitssektor – so wird eine Pflicht zum Impfnachweis beim Betreten einer Kultureinrichtung nicht zur willkürlichen Selektion, sondern zu einem gesellschaftlichen Beitrag – sowohl zur Ermöglichung der Ausübung einer Tätigkeit wie zur freien Entfaltung von Kunst. Für die Übrigen gibt es dann womöglich dauerhaft das Home-Office und Streaming. Möchte das jemand ernsthaft?

 

Und was ist mit dem Gedanken „Theater für alle“? Hier würde sich anbieten darüber nachzudenken, ob damit die allgemeine Öffnung der Häuser für neue Narrative und Teile der Gesellschaft nicht eher gemeint ist als ein wahlloser Einlass. So wie beispielsweise Betrunkene zum Schutz ihrer selbst und aller anderen schon immer im Notfall an der Tür gestoppt werden dürfen, selbst wenn sie ein gültiges Ticket besitzen. Das bedeutet nicht, dass alle Ungeimpften eine Infektionsgefahr darstellen. So wie nicht alle Alkoholisierten aggressiv und laut sind. Aber das Risiko dazu ist erhöht. Und wenn uns die letzten eineinhalb Jahre etwas gelehrt haben, dann dass wir dieses Risiko minimieren sollten. Wieder: Nicht, weil wir das wollen, sondern weil eine weltweite Pandemie uns dazu nötigt.

 

Und dennoch: Eine Pflicht zum Nachweis über eine Impfung kann und sollte nur der allerletzte Weg sein. Sie wird immer eine Maßnahme sein, die für beide Seiten unangenehm wird. Ihr voran gehen kann und sollte daher die dringende Überlegung aller, ob es nicht auch einfach der solidarische Akt der Freiwilligkeit sein könnte – Immanuel Kant würde es „aus Pflicht“ nennen –, der uns allen und der Kunst die Freiheit ein gutes Stück weit zurückbringt. Von denjenigen, die sich nicht impfen lassen können, ganz zu schweigen. Die gute Nachricht: Anders als bei den Pocken bleibt bei dieser Impfung nicht einmal eine Narbe am Oberarm zurück.

 

Herzlich willkommen in Ihrem LTT

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Die neue Spielzeit 21/22 mit Freiwurst


29.07.2021

Öffentliche Spielplanpräsentation mit Schauspieler*innen, Theaterleitung, Regieteams und Musik 

 

Am Sonntag, 1. August um 18 Uhr präsentiert das Landestheater Tübingen die Spielzeit 21/22 – open-air. Nach der Begrüßung auf der neuen Hofbühne informieren die künstlerischen Leiter und Leiterinnen des Schauspiels und des Jungen LTT über die neuen Stücke der kommenden Saison.

 
Da der Abend kurzweilig werden soll, werden Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles kleine Ausschnitte und musikalische Einlagen aus alten und neuen Stücken zum Besten geben, eine kostenlose Grillwurst inklusive.

 

Der Eintritt ist frei. Plätze können hier gebucht werden.

 

Auch das Spielzeitheft 21/22 ist schon da. Einfach beim nächsten Theaterbesuch mitnehmen. Eine digitale Version des Jahresheftes finden Sie hier.

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Zahlt doch, was ihr wollt!


27.07.2021

Im LTT bestimmen am Mittwoch, 28. Juli wieder die Zuschauer den Eintrittspreis

 

Hier klingelt die Kasse erst dann, wenn der Abend gelaufen ist. Denn bezahlt wird im Anschluss an die Vorstellung – und zwar genau die Summe, die dem Besucher oder der Besucherin der Spaß wert war. Nun steht der kommende Mittwoch (28.7.) an für Eugène Ionescos skurrile Stück “Die kahle Sängerin“ auf der Hofbühne und für Friedrich Schillers „Maria Stuart“ im Saal.

Schnell einen der raren Sitzplätze sichern mit einer kostenlosen Buchung an der Theaterkasse oder im Internet! Das Angebot ist auf vier Tickets pro Bestellung limitiert. Der Platzanspruch verfällt, wenn Sie Ihre Karte nicht 10 Minuten vor der Vorstellung am Einlass vorgezeigt haben. Nach der Vorstellung heißt’s: Zahlt doch, was ihr wollt!

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»Die kahle Sängerin« geht nach drinnen


15.07.2021

LTT verlegt Freitag und Samstag das skurrile Ionesco-Stück in die Werkstatt

 

„Irgendjemand isst seit geraumer Zeit seinen Teller nicht leer!“, mutmaßt LTT-Intendant Thorsten Weckherlin. Anders sei dieses unstete und regnerische Wetter nicht zu erklären. Daher wird morgen (16.7.) und am Samstag die „Kahle Sängerin“ von der Hofbühne in die trockene Werkstatt verlegt. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Auch der Beginn der Vorstellung bleibt bei 19:30 Uhr.

 
„Die kahle Sängerin“, 16. und 17. Juli um 19:30 Uhr in der Werkstatt

 

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15. Juli: Witterungsbedingter Vorstellungsausfall »Perplex«


15.07.2021

Auf Grund der unsicheren Witterungsbedinungen müssen wir die für heute geplante Vorstellung von "Perplex" auf der Hofbühne leider kurzfristig absagen. 

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Die neue Spielzeit 21/22


14.07.2021

Öffentliche Spielplanpräsentation mit Schauspieler*innen, Theaterleitung, Regieteams und Musik 

 

Am 1. August präsentieren wir Ihnen die Spielzeit 2021/22. Nach der Begrüßung auf unserer neuen Hofbühne informieren die künstlerischen Leiter*innen des Schauspiels und des Jungen LTT über die neuen Stücke der Spielzeit 2021/22.
Da der Abend kurzweilig werden soll, werden Spieler*innen des Ensembles Ausschnitte aus der aktuellen Produktion "Die kahle Sängerin" zum Besten geben und bestimmt werden wir Sie auch noch mit der einen oder anderen Überraschung erfreuen, eine Grillwurst inklusive.

 

Auch das Spielzeitheft 21/22 ist schon da. Einfach beim nächsten Theaterbesuch mitnehmen. Eine digitale Version des Jahresheftes finden Sie hier.

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Premiere: Liebesbriefe an Hitler


14.07.2021

Die szenische Lesung "Liebesbriefe an Hitler" kam bereits während des "Lockdowns" am 9. November 2020 heraus - als sogenannte "interne" Premiere. Nun haben wir sie auf den 20. Juli terminiert. Nach der Vorstellung bieten wir ein Gespräch mit dem Publikum an.

 
So manches deutsche „Fräulein“ schrieb sich die Finger wund: „Wölfchen“, „Herzensadolf“, „mein lieber zuckersüßer Adolf“ oder auch „Majestät“ nannten sie Adolf Hitler, wollten seinen „gutmütigen Blick“ nur einmal aus der Nähe sehen. „Ich küsse dich auf deine vier Buchstaben und tue Front frei. Mehr Patriotismus kann man nicht verlangen. Heil Adolflein!“
Im Herbst 1945 findet der US-Soldat W. C. Emker in der zerstörten Berliner Reichskanzlei 8.000 Liebesbriefe an Hitler, von denen er 43 im gleichnamigen Buch veröffentlicht. Sie zeugen von dem immensen Realitätsverlust, mit dem die Gräueltaten eines faschistischen Systems und seines Protagonisten Adolf Hitler verdrängt wurden. Umrahmt wird die szenische Lesung durch Schlager aus den 1930er und 1940er Jahren, deren optimistische Durchhalteparolen und Herz-Schmerz-Reime viel von ihrer Harmlosigkeit verlieren.

 

Premiere: Dienstag, 20 Juli, 20 Uhr, Werkstatt - Tickets an der Theaterkasse oder hier.

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