Grafik: Peter Engel

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Schauspiel von Bertolt Brecht



Die Wirtschaftskrise holt die Chicagoer Gemüsehändler ein: Ihre Ware findet kaum noch Absatz. Dieser Umstand bringt den Kleinganoven mit Tendenz zum Größenwahn, Arturo Ui, dazu, seine „Hilfe“ anzubieten. Doch stattdessen wenden sich die Händler und Ladenbesitzer an den altehrwürdigen Politiker Dogsborough. Er soll ihnen, nicht ganz legal, mit öffentlichen Geldern helfen – und sich zugleich selbst daran bereichern. Als der Skandal aufzufliegen droht, wittert Arturo Ui seine Chance: Er stellt sich öffentlich auf die Seite Dogsboroughs, während zugleich wichtige Zeugen ermordet werden. In rasantem Tempo gewinnt Ui, gemeinsam mit seinen Gangsterkumpanen, die Herrschaft über den Gemüsetrust und Dogsborough. Drohungen, Gewalt, Mord und Verführung: Mit allen Mitteln erringt Ui immer mehr Macht und Einfluss – und macht in seiner Brutalität auch vor langjährigen Weggefährten nicht halt.

 

Bertolt Brecht zeichnet in seinem Stück den Aufstieg Adolf Hitlers als den eines Chicagoer Gangsters nach und zeigt, wie die wirtschaftlichen Machtverhältnisse und alte politische Eliten den Aufstieg des Faschismus begünstigten. Neunzig Jahre nach der Machtergreifung 1933 zeigt sich: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem der deutsche Nationalsozialismus kroch.


Premiere 17. Februar 2023



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