Demian

Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend nach dem gleichnamigen Roman von Hermann Hesse, für die Bühne bearbeitet von Dominik Günther und Stefan Schnabel



 

Martin Sigmund


„Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören.“


Emil Sinclair entdeckt mit zehn Jahren die Existenz zweier Welten in seinem Leben. Einerseits gibt es die vertraute, heimische Welt der Familie, andererseits die fremde, dunkle, unheimliche Welt „da draußen“, die erobert werden will. Sinclair erlebt eine albtraumhafte Zeit, bis Demian in sein Leben tritt, dem Emils Seele ein offenes Buch zu sein scheint. Demian beschreibt Emils Nöte, sein brennendes Interesse an spirituellen Fragen, aber auch die Entdeckung der Sexualität, als ginge es um sein eigenes Erleben. Auf der Suche nach sich selbst begegnet Emil Sinclair immer wieder dem seelenverwandten Demian, der ihm neue Wege im Umgang mit der eigenen Zerrissenheit eröffnet. Erst mit dem aufkommenden Ersten Weltkrieg trennen sich die Wege der beiden Freunde.


Hermann Hesse, 1877 in Calw/Württemberg geboren, wurde nach einer Buchhändlerlehre in Tübingen freier Schriftsteller und 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Der 1919 erschienene Roman „Demian“ des überzeugten Kriegsgegners Hesse beschreibt, was junge Menschen in den Ersten Weltkrieg getrieben hat. Diese Mentalitätsgeschichte über die Urkatastrophe der Moderne ist immer noch aktuell. Denn wie können wir sicher sein, dass unser 21. Jahrhundert nicht ebenso entgleist wie das vergangene durch den Zivilisationsbruch von 1914?


Premiere: 19. Februar 2016

Dauer: 85 Minuten


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