Orlando

Nach dem Roman von Virginia Woolf



Orlando durchwandert vier Jahrhunderte europäischer Menschheitsgeschichte: Er lebt als Geliebter der Königin ein angenehmes Leben am Hofe Elisabeths I., verliebt sich während eines rauschenden Festes in eine geheimnisvolle russische Gräfin und zieht sich mit gebrochenem Herzen aufs Land zurück. Er wird Schriftsteller, dann Botschafter in Konstantinopel – und kehrt als Frau ins aufgeklärte England des 18. Jahrhunderts zurück. Dort langweilt sie sich in den Salons der adligen Damen und bemüht sich vergeblich um Eintritt in die Zirkel der großen Schriftsteller. Im zugeknöpften viktorianischen Zeitalter heiratet Orlando einen Mann und feiert ihren schriftstellerischen Durchbruch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als alleinstehende Mutter.

 

Orlando erlebt, wie sich Menschen und das Klima, gesellschaftliche Ordnungen und Regime in einem ständigen Wandlungsprozess befinden – und damit die Vorstellungen davon, wie ein Mann, eine Frau denken, schreiben, begehren und leben sollen. Mit Orlando entwirft Virginia Woolf 1928 eine der schillerndsten Heldenfiguren der Literaturgeschichte, deren Lebensbeschreibung alle als unveränderlich angenommenen Kategorien sprengt.




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