Grafik: Peter Engel

Orest

Schauspiel von John von Düffel · Nach Sophokles, Euripides und Aischylos · Interlinear-Übersetzung von Gregor Schreiner



Argos. Orest kehrt nach Jahren in der Fremde nach Hause zurück. Er wird sehnlichst erwartet von seiner Schwester Elektra. Denn endlich soll Orest den geliebten Vater Agamemnon rächen, der bei seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg von seiner Frau Klytämnestra und ihrem Geliebten Aigisth ermordet wurde. Orest begibt sich in die Rolle des Rächers. Aber mit dem Mord an der eigenen Mutter und ihrem Geliebten enden die Gewaltakte nicht. Weitere Opfer werden folgen – bis die Welt der Atriden in Flammen steht. 

 

Der Mythos um Orest ist eine der Urszenen des Theaters, ist Familiendrama und Rachethriller zugleich. Der Autor John von Düffel verbindet in seiner Antikenbearbeitung die Werke der drei großen Dramatiker Aischylos, Sophokles und Euripides zu einer temporeichen Erzählung um Schuld und Verantwortung unter einem götterlosen Himmel. Denn göttliche Flüche oder ein übermächtiges Schicksal spielen in seinem „Orest“ keine Rolle mehr. Er überträgt die Geschichte des Atridengeschlechts in eine heutige Sprache und erzählt von einer Spirale der Gewalt vor dem Hintergrund einer zerfallenden Gesellschaft.

 


Premiere 29. April 2023



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