How to date a feminist

Komödie von Samantha Ellis · Deutsch von Silke Pfeiffer



Steve bezeichnet sich als Feministen, Kate steht auf Lippenstift und Machos. Er ist in einem Anti-Atomkraft-Camp aufgewachsen, sie in einem Londoner Vorort. Auf einer Kostümparty lernen sie sich als Robin Hood und Wonder Woman kennen, verlieben sich und beschließen zu heiraten. Spätestens als ihre Eltern sich in die Hochzeitsvorbereitungen einschalten – Steves Mutter Morag (alleinerziehende Friedensaktivistin im löchrigen Wollpulli) und Kates Vater Joe (aufgewachsen im Flüchtlingscamp, Vertreter „alter Schule“) –, wird klar, wie unterschiedlich die Welten sind, aus denen sie kommen. Joe findet Steve schlicht zu „anders“, Morag hält Kate für unemanzipiert und materialistisch. Als sich auf der Hochzeitsfeier ausgerechnet diese beiden näher kommen, ist das Chaos perfekt.

 

Die Londoner Autorin Samantha Ellis hat mit „How to date a feminist“ (2016) eine schlagfertige Komödie geschrieben, in der sie aktuelle Debatten über Rollenklischees und Emanzipationsprozesse in den Blick nimmt. In rasanten Rollenwechseln verhandeln zwei Schauspieler*innen die Komplexität und Widersprüchlichkeit heutiger Paarbeziehungen: Wie gehen weibliche Selbstbestimmtheit und eine Schwäche für Machogehabe zusammen? Was sagt es über einen selbst, wenn man das Bestehen des Partners auf Rücksichtnahme und Respekt nicht gerade erotisch findet? Und vor allem: Können Männer überhaupt Feministen sein?


Premiere 20. November 2020



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