Gullivers Reisen

Nach dem Roman von Jonathan Swift



Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen – und trifft auf lauter komische Gestalten. Die haarsträubenden Abenteuer des englischen Schiffsarztes und Kapitäns Lemuel Gulliver sind hierfür der schlagende Beweis. Er gerät auf die Insel Liliput, die bewohnt wird von lauter Zwergen, und nach Brobdingnag, dem Land der Riesen. Es verschlägt ihn auf die fliegende Insel Laputa, deren Bewohner nach reinem Wissen streben und zu den Houyhnhnms, einem klugen und tugendhaften Pferdevolk, das sich wilde Menschen als Sklaven hält. Gulliver überlebt Meutereien, löscht Brände, wohnt den absonderlichsten Bräuchen bei und lernt die skurrilsten Zungenbrecher-Namen kennen. Vor allem aber trifft er auf die unterschiedlichsten Formen gesellschaftlichen Zusammenlebens, in deren Spiegel sich der Glauben der Menschen, sich für die Krone der Schöpfung zu halten, doch ein wenig relativiert.

 

Jonathan Swifts 1726 erschienener Roman „Reisen zu etlichen fernen Völkern der Welt in vier Teilen von Lemuel Gulliver – vormals Schiffsarzt, alsdann Kapitän auf mehreren Schiffen“ gehört zu den großen Klassikern der Weltliteratur und ist eine beißende Parodie auf schlichtweg alle gesellschaftlichen Missstände und menschlichen Eigenheiten, die man sich nur vorstellen kann: Auf Raffgier und Machtstreben, auf Kolonialismus und Sklaverei. Die einfallsreiche Gesellschaftssatire Swifts ist aber vor allem auch eine großartige Vorlage für eine phantastisch-bildreiche Erzählung auf der Theaterbühne.




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