Frankenstein

Nach der Gothic Novel von Mary Shelley



Die Jahre nach 1815 werden die „Zeit ohne Sommer“ genannt. Der indonesische Vulkan Tambora schleudert gewaltige Mengen Asche in die Atmosphäre. Auf der ganzen Welt verdunkelt sich der Himmel. Wegen dieser Unwetter sind die führenden Köpfe der englischen Romantik am Genfer See in einem Haus eingeschlossen: Unter anderem Lord Byron und Mary Shelley. Abends sitzt man am Kamin zusammen, diskutiert über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie Darwins Evolutionstheorie, und startet einen Wettbewerb: Wer kann die unheimlichste Schauergeschichte erfi nden? Die „Außenseiterin“, die gerade mal neunzehnjährige Shelley, gewinnt mit ihrer Geschichte des faustischen Forschers Frankenstein, der aus Leichenteilen ein künstliches Wesen zusammenflickt.

So entstand eine der großen Kernerzählungen der phantastischen Literatur – manche sagen: der erste Science-Fiction-Roman – und der Prototyp eines jeden Horrorfi lmcharakters. „Frankenstein“ ist aber auch eine zutiefst humanistische Erzählung über den Kern des Menschseins, eine kluge Refl exion über die Grenzen und Verantwortung der Wissenschaft und eine Geschichte über das Verhältnis von Natur und Kultur.




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