Andreas Guglielmetti, Sarah Liebert, Friederike Pöschel, Emma Stratmann · Ken Werner
Gilbert Mieroph, Friederike Pöschel, Sarah Liebert, Andreas Guglielmetti, Insa Jebens, Emma Stratmann · Ken Werner
Sarah Liebert, Emma Stratmann · Ken Werner
Gilbert Mieroph, Sarah Liebert, Friederike Pöschel, Andreas Guglielmetti · Ken Werner
Friederike Pöschel, Gilbert Mieroph, Leo Kramer, Emma Stratmann, Andreas Guglielmetti, Sarah Liebert · Ken Werner
Friederike Pöschel, Emma Stratmann, Insa Jebens, Sarah Liebert · Ken Werner
Sarah Liebert, Gilbert Mieroph, Andreas Guglielmetti · Ken Werner
Gilbert Mieroph, Friederike Pöschel, Emma Stratmann, Insa Jebens, Andreas Guglielmetti · Ken Werner
Emma Stratmann, Andreas Guglielmetti, Leo Kramer, Sarah Liebert · Ken Werner
Andreas Guglielmetti, Sarah Liebert, Gilbert Mieroph, Emma Stratmann, Insa Jebens, Friederike Pöschel · Ken Werner

Der Kirschgarten

Eine Tragikomödie von Anton Tschechow · 14+


kreisbote.de, 25. April 2026

LTT mit „Kirschgarten“ in Landsberg: Kettensägenmassaker in Puderrosa

(von Susanne Greiner)

Die Essenz hervorragend herausgearbeitet, gesellschaftspolitisch erschreckend aktuell und dazu rundum vergnüglich.

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Schwarzwälder Bote, 21. April 2026

Bitteres im Regen weißer Blütenblätter

(von Christoph Holbein)

Bestens umgesetzt und schön auspointiert

Ein „klassisches“ Werk auf die Theaterbühne zu bringen, birgt die Gefahr in sich, dass entweder der Stoff verstaubt, antiquiert und nicht mehr zeitgemäß rüberkommt oder – im anderen Extrem – dass er in allzu peppiger Modernisierung und erzwungener grell-bunter Aktualisierung verloren geht. Im LTT ist diese Gefahr gebannt. Der Inszenierung von Regisseur Dominik Günther gelingt die Balance zwischen dem Auftrag, Inhalt, Anliegen und Aussage der Vorlage dem Publikum zu vermitteln, und dem Anspruch, das Werk wirkungsvoll im Kontext der heutigen Sehgewohnheiten authentisch zu aktualisieren. Entstanden ist ein kurzweiliger Theaterabend mit Tiefe und Niveau.

Dazu bei trägt die fantasievolle Regiearbeit von Dominik Günther. Auf dem Plateau entwickelt sich bei Gesang und synchroner tänzerischer Choreografie, bei Polonaise, Twist und Ententanz ein stilisiert inszeniertes Spiel zwischen Statik und Körperbetontheit, zwischen albernem Humor und pantomimischen Gesten. Da rast Leo Kramer als Unternehmer Lopachin auf dem Hoverboard durch die Szenerie und schmeißt später die Kettensäge an, um den Kirschgarten abzuholzen; da lässt der Regisseur am Ende weiße Kirschblütenblätter schneien. Es ist eine Mischung aus kleinen humoresken Einsprengslern, schauspielerischen Preziosen und leisen, nachdenklichen, auch traurigen Szenen. Günther hat dabei auch den Mut, längere Pausen der Stille und des Standbilds aushalten zu lassen.

Am atmosphärisch dichten Theatererlebnis hat auch das gesamte Ensemble seinen fundamentalen Anteil. Die Figuren sind bestens umgesetzt und schön auspointiert, die Charaktere sind fein ausgemalt und zu Ende formuliert – immer mit einer Prise Skurrilität und ziseliert im passenden starken Mienenspiel, zwischendurch auch affektiert überzogen. Es ist eine stimmige Gesamtleistung.

Das alles findet statt in einem minimalistischen, aber deshalb umso griffigeren und kongenialen Bühnenbild – kreiert von Sandra Fox –, bei dem weiße, dünne Matten – zunächst als abstrakte Kirschblüte angeordnet – Spielfläche oder Requisite sind, hier die Parzellen des Kirschgartens darstellen, dort einen alten Schrank, hier die kleine begrenzte Welt symbolisieren, dort einen wärmenden Umhang. Das alles ist gepaart und verstärkt durch die kreativen Kostümideen von Fox, die klassische Motive verbinden mit modernen Accessoires und modischen Inhalten.

Die Inszenierung spart nicht mit kleinen ironischen Spitzen – „wenn es gegen eine Krankheit sehr viele Mittel gibt, so bedeutet das, dass die Krankheit unheilbar ist“ – und lässt Raum für Abschied und Aufbruch, für das Porträt einer Gesellschaft im Umbruch, für Familiengeschichte und Gesellschaftsanalyse, für die Unfähigkeit, erkannte notwendige Veränderungen konsequent umzusetzen, und zeichnet den Menschen als jemanden, der, obwohl die Welt zugrunde geht, obwohl so viel zu tun ist in Sachen soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Umweltschutz, kollektiv verdrängt und Entscheidungen vertagt, statt zu handeln. Die Protagonisten bleiben abgehoben von der Realität, schließen die Augen vor der Wirklichkeit, haben Angst von ihrem Plateau herunterzusteigen. Am Ende wird über ihre Köpfe hinweg entschieden und werden Tatsachen geschaffen. Und damit schließt sich eine stimmige Inszenierung.


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Reutlinger General-Anzeiger, 20. April 2026

Gefangene ihrer Konventionen

(von Johannes Barthmes)

In der Regie von Dominik Günther bekommt Tschechows Klassiker »Der Kirschgarten« am LTT frischen Schwung

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Schwäbisches Tagblatt, 20. April 2026

Komik und chorische Wehmut im Kirschgarten

(von Peter Ertle)

Schön geworden, dieser Tschechow

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cul-tu-re.de online, 18. April 2026

„Kirschgarten“ – Kettensäge und Segway

(von Martin Bernklau)

Riesiger Jubel, allerhand Juchzer, ganz langer Applaus und viele Vorhänge für ein gutes Stück.

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