Ach, Mensch!

Ein theatraler Essay von Gesa Bering und Stephan Dorn über Nieselregen, 7 Milliarden und die Frage, wann eigentlich alles angefangen hat

Uraufführung

12+


"Dass wir es nicht geregelt bekommen, dafür kann doch die Erde nichts."


Sagen wir doch, wie es ist: Die Erde ist schon viel länger da als wir, und sie wird noch da sein, wenn wir nicht mehr da sind. Die Frage ist nur: Wie wird diese Erde dann aussehen? Und ist uns das egal? Denn auch, wenn die Erde als Planet nichts weiß und nichts spürt, so trägt sie doch immer größere unserer Spuren. Wir graben uns buchstäblich in sie ein: Von den frühesten Siedlungen unserer vernunftbegabten Vorfahren über den Test der ersten Atombombe bis hin zum andauernden Ausstoß von Treibhausgasen lässt sich die gesamte Menschheitsgeschichte lesen in ihren Schichten, als ein Teil einer größeren planetaren Geschichte. So verändern wir die Erde, jeden Tag, in jeder Sekunde. Wir wissen, dass die Luft schmutziger, die Strände schmaler und die Sommer heißer werden, und vielleicht macht uns das Angst. Schließlich gestaltet unser menschliches Handeln den ganzen Planeten um, bis in die letzten Ecken. Wenn wir uns das bewusst machen, dann sind Klimawandel und Artensterben mehr als bloß Schlagworte. Zwischen Unwetterwarnungen, schmelzenden Gletschern und Ratlosigkeit fragen wir uns: Wenn man ein Problem lösen soll, an dem man selbst schuld ist, wie löst man es, ohne sich dabei zu vergessen? Wie können Maschinen, Tiere und Zufälle dabei vielleicht hilfreich sein? Wer übernimmt die Verantwortung? Können wir noch aufholen? Und wo hab ich eigentlich meinen Regenschirm liegen gelassen? Das alles ist der Erde nicht wirklich egal – oder?

 

Gesa Bering und Stefan Dorn inszenieren mit „Ach, Mensch!“ ihr drittes Stück am LTT und laden auch diesmal junge Menschen zum Nachdenken über ihre zukünftige Welt ein.




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