Totentanz

Ein Ehedrama von August Strindberg



Die Silberhochzeit von Edgar und Gattin Alice steht an. Grund zu feiern, aber der gescheiterte Artilleriehauptmann und die ehemalige Schauspielerin sind pleite und streiten nur noch. Alle fliehen vor dem Haustyrannen, selbst die eigenen Kinder. Auch Alice will raus aus der Ehehölle. Als plötzlich der attraktive Jugendfreund Kurt auftaucht, wittert Alice ihre Chance. Doch dann geschehen wunderliche Dinge in ihrem Turm auf der Insel: Alice ergraut über Nacht, Edgars Gesicht beginnt zu phosphoreszieren, während er mit glühenden Augen den Danse Macabre tanzt. Und als Kurt plötzlich Alice in den Hals beißt, leckt auch Alice endlich Blut.

August Strindbergs „Totentanz“ (1900) ist der Klassiker aller Ehedramen, der auch in Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" und in Ingmar Bergmans „Szenen einer Ehe“ prominente moderne Nachfolger fand. Das LTT zeigt den „Totentanz“ in der Neuübersetzung von Christine Richter-Nilsson und Bo Magnus Nilsson: ein gnadenloser Blick auf die Ehe als fröhlicher, kleiner Kriegsschauplatz für den existentiellen Machtkampf zwischen den Geschlechtern, bei dem mann oder frau - im besten Falle! - mit einem blutigen Auge davonkommt.



 




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