Palmer - Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland

Political von Gernot Grünewald und Kerstin Grübmeyer

Uraufführung


 

David Graeter / LTT


„Wenn es mich fast zerreißt, muss ich was sagen, sonst hätte ich schon längst einen Herzinfarkt.“


Helmut Palmer (1930-2004), berühmt-berüchtigt als der „Remstal-Rebell“, machte seit den 1950er Jahren im Schwabenland Furore mit seinem Kampf für den richtigen Obstbaumschnitt, gegen Behördenwillkür und Beamtentum in der Politik, für direkte Demokratie und gegen das Vergessen der NS-Verbrechen. Dabei ging er schonungslos gegen sich und andere zu Werke, was ihm etliche Gerichtsverfahren und einige Gefängnisaufenthalte eintrug. Seine über 300 Wahlkämpfe in Bürgermeister-, Landtags- und Bundestagswahlen gingen auf Kosten seiner Familie und Freunde, er verlor dabei fast sein gesamtes, mit dem Obsthandel erwirtschaftetes Vermögen. Dennoch verfolgte er radikal seinen eigenen Weg, ohne dafür jemals wirklich belohnt zu werden.

 

„Palmer – Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“ will den Remstal-Rebellen in allen seinen Facetten zeigen: den begnadeten Redner Palmer, den verbohrten Sturkopf, den überzeugten Kämpfer gegen Parteiensumpf und Proporz, den Aktionisten, Querdenker, Nestbeschmutzer und den schwäbischen Biedermann. Schauspieler und Puppen verkörpern Palmer und erzählen singend seinen leidenschaftlichen Lebensmonolog – tragisch, komisch, volksnah, unterhaltsam, scharfsinnig, anarchisch und mutig. Eine neue Form des politischen Theaters, die das Phänomen Palmer in seiner Widersprüchlichkeit, Sperrigkeit und Kraft zu bewahren versucht.


Premiere: 13. Februar 2015

Dauer: 100 Minuten


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