Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs

Monolog von Milo Rau


 „Wer sieht uns, wenn wir leiden?“

 


Eine junge Frau kann dem Elend der Welt nicht länger tatenlos zuschauen und geht als Entwicklungshelferin nach Afrika. Dort erlebt sie 1994 die Schrecken des Bürgerkriegs im Kongo und den Völkermord in Ruanda. 20 Jahre später ist diese Frau Schauspielerin. Um für ein Stück über die Grenzen des Helfens und unseres Mitleids zu recherchieren, macht sie sich gemeinsam mit dem Regisseur auf den Weg zu den politischen Brennpunkten der heutigen Zeit: zur Mittelmeerroute der Geflüchteten aus dem Nahen Osten und ins kongolesische Bürgerkriegsgebiet. Auf der Reise erkennt sie ihre tragische Blindheit und Mitschuld an den erlebten Verbrechen.

 

Milo Rau, geboren 1977 in Bern, ist Regisseur, Autor, Wissenschaftler und Journalist. Sein Monolog „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ ist ein Nachdenken über unseren Umgang mit dem Leid der Anderen und die Grenzen des Humanismus: Warum wiegt ein Toter in Europa mehr als 1000 Tote in Afrika? Warum endet unser Mitgefühl an den Grenzen Europas? Wie wird aus Wohltätigkeit wirkliche Hilfe? Was können wir tun?

 

Milo Rau wurde mit seinen Stücken wie „Hate Radio“ (2011) oder „The Civil Wars“ (2014) zu den wichtigsten Festivals eingeladen und mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Peter-Weiss-Preis 2017.

 

Verfügbar ab: 4.2.2019

 




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