Toni Pitschmann, Yaroslav Somkin, Michael Mayer, Fenna Benetz · Foto: Martin Sigmund
Toni Pitschmann, Michael Mayer · Foto: Martin Sigmund
Fenna Benetz · Foto: Martin Sigmund
Toni Pitschmann, Yaroslav Somkin, Fenna Benetz, Michael Mayer · Foto: Martin Sigmund
Michael Mayer · Foto: Martin Sigmund
Yaroslav Somkin, Toni Pitschmann, Michael Mayer · Foto: Martin Sigmund
Fenna Benetz, Yaroslav Somkin, Toni Pitschmann, Michael Mayer · Foto: Martin Sigmund
Michael Mayer · Foto: Martin Sigmund
Yaroslav Somkin, Michael Mayer, Toni Pitschmann · Foto: Martin Sigmund
Fenna Benetz, Michael Mayer, Yaroslav Somkin, Toni Pitschmann · Foto: Martin Sigmund
Michael Mayer, Yaroslav Somkin, Toni Pitschmann, Fenna Benetz · Foto: Martin Sigmund
Yaroslav Somkin, Michael Mayer, Fenna Benetz, Toni Pitschmann · Foto: Martin Sigmund
Fenna Benetz, Yaroslav Somkin, Toni Pitschmann, Michael Mayer · Foto: Martin Sigmund
Yaroslav Somkin · Foto: Martin Sigmund
Michael Mayer, Fenna Benetz, Toni Pitschmann · Foto: Martin Sigmund
Yaroslav Somkin, Toni Pitschmann, Fenna Benetz · Foto: Martin Sigmund
Fenna Benetz, Yaroslav Somkin, Toni Pitschmann · Foto: Martin Sigmund

Funken

Jugendstück mit der Kraft zur Selbstermächtigung von Till Wiebel · 11+


Schwäbisches Tagblatt, 14. März 2026

Das Leben als Gewitter

(von Dorothee Hermann)

Das Jugendstück "Funken" am Jungen LTT führt in ein Sommercamp zwischen Freundschaft und Horror.

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Reutlinger General-Anzeiger, 14. März 2026

Freiraum mit Fallstricken

(von Christoph B. Ströhle)

Till Wiebels Stück »Funken« am Jungen LTT

Jugendliche in einem Camp erleben in Till Wiebels Theaterstück »Funken« ihre Selbstwirksamkeit und setzen sich gemeinsam gegen einen mächtigen Gegner zur Wehr. Zu erleben im Jungen LTT.

»Am Normalen misst sich die Welt.« Es dauert eine Weile, bis Malte Schröder, 13 Jahre alt und komplett durchschnittlich, das als beruhigende Erkenntnis oder gar Bestätigung seiner Person akzeptiert. Er empfindet sich - im langweiligen Sinne - als zu normal. Zumal an einem Ort, an dem alle anderen Jugendlichen auf besondere Weise begabt und komplett außerordentlich sind. Seine Mutter hat ihn in dieses Ferienlager der »Arthur McPush Company« gebracht. Doch er fühlt sich fehl am Platz.

Und dann ist da noch eine dubiose Stimme, die zu ihm und den anderen Jugendlichen im Camp spricht. Gehört sie wirklich Arthur McPush, Multimilliardär, dessen Wirtschaftsimperium sich auf Bereiche wie Entertainment, Kommunikation und Transport erstreckt? Das Camp, in dem die Jugendlichen an ihren Fähigkeiten feilen, ihre Interessen frei entfalten und auch selbst bestimmen können, wie sie zusammenleben wollen, gehört ihm. Doch spielt er wirklich ein faires Spiel mit ihnen?

In Lebensgefahr

Till Wiebel baut in seinem Jugendstück mit der Kraft zur Selbstermächtigung »Funken« einen spannenden Freiraum auf, in dem aber Fallstricke lauern. Das bekommen Malte und seine im Camp dann doch gewonnenen Freunde Shawn, Twinkle und Isilda schmerzlich zu spüren. Als Twinkle nach einem Bootsunfall bei Gewitter in Lebensgefahr schwebt, verweigert Arthur ihr die nötige Hilfe.

Swaantje Lena Kleff inszeniert das Stück am LTT als kunterbunte Utopie/Dystopie und als Krimi, in dem die Jugendlichen Kraft aus individuellen Stärken gewinnen, vor allem aber auch, indem sie ihre Fähigkeiten bündeln. Da weht dann ein Hauch von »Ocean's Eleven« durchs LTT. Nur dass es hier nicht um einen Einbruch, sondern einen Ausbruch geht. Die vier setzen alles daran, das Camp und die von Arthur überwachte und kontrollierte Welt zu verlassen. Tatsächlich gelingt ihnen der Aufbruch in eine neue, eigene Welt, in der Malte auf seine Selbstwirksamkeit vertraut. Die von ihm zuvor als arrogant und verschroben empfundenen Weggefährten will er nicht mehr missen.

Jugendliche mit Schwächen und Stärken

Von der Raupe zum Schmetterling: Es scheint fast, als mache der von Michael Mayer gespielte Malte eine solche Wandlung durch. Ausstatterin Anne Horny unterstreicht mit ihren Kostümen den Individualismus der Figuren, ihre Persönlichkeit. Toll, wie auch Fenna Benetz (Isilda), Yaroslav Somkin (Shawn) und Toni Pitschmann (Twinkle) den von ihnen verkörperten Figuren Schwächen und Stärken geben und das für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 11 Jahren empfohlene Stück dadurch nicht nur auf der Thriller-Ebene lebendig wird. Dazu trägt auch die Musik von Ludwig Peter Müller (der auch »die Stimme« ist) bei.


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