Zeichnung: Peter Engel

Tartuffe

Komödie von Molière


 

„Wer seinen Lehren folgt, genießt tiefen Frieden und betrachtet die Welt als Mist.“

 


Obwohl Orgon alles hat, was man für Geld kaufen kann, fehlt ihm etwas Grundlegendes im Leben. Deshalb hat er Tartuffe in sein Haus eingeladen, der Glauben und Moral in die Familie zurückbringen soll. In Wahrheit ist Tartuffe jedoch ein Betrüger, der Orgons Frau Elmire nachstellt und sich das Vermögen seines Gastgebers erschleichen will. Alle durchschauen ihn, nur der grenzenlos verblendete Hausherr vertraut seinem Gast. Orgon will Tartuffe nicht nur seine Tochter zur Frau geben, sondern auch seinen ganzen Besitz überschreiben. Erst als Elmire ihm Gelegenheit gibt, ein Gespräch zwischen ihr und Tartuffe zu belauschen, jagt Orgon den Heuchler aus dem Haus. Doch da ist es bereits zu spät – wenn nicht eine höhere Instanz in das Geschehen eingreifen würde …

 

 

Molières Komödie „Tartuffe“ erzählt von Sinnsuche und Fanatismus, Religion und Geschäft. Sie handelt von der Gefährdung und Manipulierbarkeit all jener, die eine schmerzhafte Leere in ihrem Leben empfinden und in die Fänge von skrupellosen Heilsbringern geraten. Die Uraufführung des „Tartuffe“ löste 1664 einen handfesten Skandal aus, der zum Aufführungsverbot durch Ludwig XIV. führte. Molière musste fünf Jahre lang kämpfen, bis seine Komödie wieder gespielt werden konnte.


Premiere 19. Juni 2020



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