Grafik: Peter Engel

Jules und Jim

Schauspiel nach dem Roman von Henri-Pierre Roché · Deutsch von Patricia Klobusiczky · Theaterfassung von Lars Helmer und Christoph Roos



Paris 1907. Der Deutsche Jules und der Franzose Jim genießen ihr Dasein in vollen Zügen: Das Lebensgefühl an der Seine ist berauschend, die Debatten über Literatur sind inspirierend und die Liebesbeziehungen zwanglos – bis die aufregende Berlinerin Kathe in der französischen Hauptstadt auftaucht. „Die da nicht … ja, Jim?“, bittet Jules seinen Freund und beendet das libertäre Leben abrupt. Es folgt ein Umzug mit Kathe in den Schwarzwald, Heirat, Kinder. Als Jim die Freunde nach Jahren in Süddeutschland besucht, entwickelt sich eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung. Der Freiheit des Gefühls zu folgen, scheint dabei die einzige Maxime zu sein – bis diese Freiheit selbst zum Zwang wird.

 

„Jules und Jim“ basiert auf Henri-Pierre Rochés Liebesbeziehung mit Helen Hessel, die mit Rochés bestem Freund, dem Schriftsteller Franz Hessel, verheiratet war. Der 1953 verfasste Roman war das Debüt eines bereits 76-jährigen Schriftstellers. Der Filmregisseur François Truffaut entdeckte „Jules und Jim“ in einer Kiste mit Sonderangeboten vor einer Pariser Buchhandlung. Er war sofort fasziniert von Rochés poetischer Prosa und machte den Stoff 1962 durch seine Verfilmung mit Jeanne Moreau, Henri Serre und Oskar Werner in den Hauptrollen weltberühmt.


Premiere 20. Juni 2020



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