Jenseits von Eden

nach dem Roman von John Steinbeck · Deutsch von Harry Kahn


"Kein Mensch hat Liebe genug."


Connecticut, 1880. Adam ist das erklärte Lieblingskind seines alleinerziehenden Vaters – sehr zum Leidwesen seines Bruders Charles, der sich ebenso sehr nach der väterlichen Zuneigung sehnt. Der stetige Kampf um Anerkennung zwischen den ungleichen Brüdern spitzt sich zu, bis eines Nachts plötzlich Charles vor Adam steht –
in der Hand ein Beil.

Kalifornien, 1917. Eine Generation später sitzt Adam mit seinen beiden Söhnen Aron und Caleb am Essenstisch und feiert Thanksgiving. Während Adam seinem innig geliebten Sohn Aron und dessen Freundin Abra gerührt zu ihren Heiratsplänen gratuliert, weist er – trotz großer finanzieller Verluste seines Geschäfts – ein großes Geldgeschenk seines Sohnes Caleb zurück. Vom Augenblick der Zurückweisung an, wird Caleb zum Getriebenen seiner verletzten Gefühle.

 

In „Jenseits von Eden“ (1952) verwebt John Steinbeck amerikanische Geschichte mit den biblischen Mythen von Sündenfall und Brudermord. Der durch die Verfilmung von Elia Kazan (1955) mit James Dean in der Hauptrolle berühmt gewordene Stoff verhandelt die großen Fragen unseres Lebens: Was macht einen Menschen zu dem, was er ist? Ist er die Summe seiner selbstbestimmten Handlungen oder seiner familiären Prägung? Dabei erzählt Steinbeck von fast schicksalhaft vorgezeichneten Lebenswegen und kontrastiert diese mit der Geschichte von Arons und Calebs Mutter Kate, die alle familiären Bindungen radikal kappt, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.




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