Die Odyssee

nach Homer

14+



Ist die mühsame Heimkehr des Odysseus nicht eigentlich die andauernde Befragung seiner eigenen Herkunft? Diese Frage stellt das Junge LTT in seiner Inszenierung der „Odyssee“ – denn die Heimat, die Odysseus nach Jahren wiederfindet, ist weit entfernt von der Heimat, an die er sich erinnert. Der Trojanische Krieg ist vorbei. Zehn Jahre lang hat Odysseus, der König von Ithaka, gekämpft und ist zum Helden geworden. Nun will er heimkehren auf seine Insel, zu seiner Frau Penelope und seinem Sohn Telemachos. Es beginnt eine Irrfahrt, die weitere zehn Jahre dauert. Von all den mannschaftsstarken Schiffen, mit denen Odysseus aufbricht, erreicht kein einziges das Ziel. Etliche seiner Weggefährten lassen ihr Leben angesichts der Gefahren, die sie gemeinsam mit Odysseus durchstehen müssen: Sie begegnen fürchterlichen Monstern, von Menschenfressern über Kyklopen bis hin zu Seeungeheuern. Immer wieder greifen auch die Götterinnen und Götter ein, von denen einige Odysseus alles andere als wohlgesonnen sind. Sogar durch die Unterwelt führt Odysseus‘ Reise, bis er endlich wieder Ithaka betreten kann. Doch der letzte Kampf um seine Familie und sein Königreich steht ihm hier erst noch bevor.

 

Wenn es den Autor Homer tatsächlich gab, hat er mit der „Odyssee“ (vermutlich erstmals um 800–700 v.Chr. verschriftlicht) eines der ersten bedeutenden Epen der westlichen Hemisphäre geschaffen, das noch heute mit der großen Frage nach dem Verhältnis zwischen Herkunft und der Vorstellung von „Heimat“ besticht.




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