Grafik: Peter Engel

Odyssee

nach Homer · Bühnenfassung: Fanny Brunner

14+


„Nun haben aber die Sirenen eine noch schrecklichere Waffe als den Gesang, nämlich ihr Schweigen.“


Der Troianische Krieg ist endlich vorbei. Zehn Jahre lang hat Odysseus, der König von Ithaka, gekämpft und ist zum Helden geworden. Nun will er heimkehren auf seine Insel, zu seiner Frau Penelope und seinem Sohn Telemachos. Es beginnt eine Irrfahrt, die weitere zehn Jahre dauert. Von all den mannschaftsstarken Schiffen, mit denen Odysseus aufbricht, erreicht kein einziges das Ziel. Etliche seiner Weggefährten lassen ihr Leben angesichts der Gefahren, die sie gemeinsam mit Odysseus durchstehen müssen: Sie begegnen fürchterlichen Monstern, von Menschenfressern über Kyklopen bis hin zu Seeungeheuern. Immer wieder greifen auch die Götter und Göttinnen ein, von denen einige Odysseus alles andere als wohlgesonnen sind. Sogar durch die Unterwelt führt Odysseus’ Reise, bis er endlich wieder Ithaka betreten kann. Doch der letzte Kampf um seine Familie und sein Königreich steht ihm hier erst noch bevor. Denn die Heimat, die der König nach Jahren auf Ithaka wiederfindet, ist weit entfernt von der Heimat, an die er sich erinnert.

 

Wenn es den Autor Homer tatsächlich gab, hat er mit der „Odyssee“ (vermutlich erstmals um 800–700 v.Chr. verschriftlicht) eines der ersten bedeutenden Epen der westlichen Hemisphäre geschaffen. Es stellt eine Frage, die so aktuell ist, wie der Text alt: Ist die mühsame Heimkehr des Odysseus nicht eigentlich die andauernde Befragung der eigenen Herkunft?


Premiere 20. Mai 2022



© 2016     Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen Impressum