Die Ehe der Maria Braun

Drehbuch von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich · Nach einer Vorlage von Rainer Werner Fassbinder


„Nicht Sie haben etwas mit mir, die Wahrheit ist, dass ich etwas mit Ihnen habe.“

 


Während im Zweiten Weltkrieg ringsum die Bomben fallen, heiraten Hermann Braun und Maria. Eine einzige Nacht bleibt ihnen, dann muss Hermann wieder an die Front. Nach Kriegsende heißt es, er sei gefallen. Maria arbeitet in einer Bar und beginnt ein Verhältnis mit einem G.I.. Eines Abends steht Hermann in der Tür – und Maria erschlägt ihren Liebhaber. Vor Gericht nimmt ihr Mann alle Schuld auf sich und muss ins Zuchthaus. Maria lernt den Fabrikanten Oswald kennen und macht sich unentbehrlich – in der Firma und als Geliebte. Als Hermann aus dem Gefängnis entlassen wird, verschwindet er spurlos und taucht erst nach Oswalds Tod wieder auf. Die beiden Männer hatten einen Vertrag geschlossen: Hermann verzichtet zu Lebzeiten Oswalds auf Maria, dafür vermacht der ihm sein Vermögen …

 

 

 

Rainer Werner Fassbinder erzählt in „Die Ehe der Maria Braun“ (1979) das Melodram einer großen Liebe und die Emanzipationsgeschichte einer Frau im Nachkriegsdeutschland. Maria Braun macht Karriere und wird „Königin des Wirtschaftswunders“, weil sie ihre Gefühle pragmatisch, kalt und ökonomisch einzusetzen lernt. Eine spannende und aktuelle Tiefbohrung in die kollektive Mentalität der Deutschen.

 

 

 

Verfügbar ab: 11.02.2019

 




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